top of page

Sumatra - Vulkansee und Wasserfälle

  • 30. Dez. 2017
  • 4 Min. Lesezeit

Samosir - eine Insel im Vulkansee 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, knallig bunten getunten Bussen, haben wir uns auf den Weg nach Samosir gemacht. Es war wirklich ein witziges Erlebnis mit unseren vollgepackten Backpacks gemeinsam mit Einheimischen in den Bussen bei lautstarker Musik auf den holprigen Straßen zu düsen. Weiter sind wir mit der Fähre auf die Insel Samosir gefahren, welche sich auf dem riesigen Lake Toba befindet (1707 Quadratkilometer). Auch die Atmosphäre auf dem Boot war sehr heiter, da die Einheimischen lauthals zu den ihnen bekannten Charts mitgesungen, geklatscht und sogar getanzt haben. 

Das Besondere an Danau Toba ist, dass er einen Krater eines erloschenen Vulkans füllt. Entstanden ist der See durch eine gigantische Eruption des Supervulkans Toba vor ungefähr 75.000 Jahren.

Anders als im restlichen Teils Sumatra lebt auf Samosir das Volk der Batak. Die Batak sind eine aufgeschlossene christliche Glaubensgemeinschaft, welche ganz eigene besondere Traditionen pflegen. Sie leben in den traditionelle Batak Häusern, welche eine spezielle Dachform haben und die Hörner der Wasserbüffel darstellen sollten. Am ersten Abend haben wir uns in unserem Homestay Bagus Bay in Tuk Tuk eine traditionelle Batak Musik- und Tanzaufführung angesehen, die richtig toll war. Der Tanz besteht lediglich aus ruhigen einfachen Handbewegungen, hat aber  trotzdem einen gewissen Charme. Wir wurden sogar aufgefordert mitzumachen, was echt Spaß gemacht. Die musikalische Gitarren und Trommelbegleitung war sehr außergewöhnlich denn sie hat etwas mexikanisch geklungen, wobei die Musikanten zwischendurch gejodelt haben, was uns wiederum an österreichische Volksmusik erinnert hat. 

Auf Samosir sind überall Kirchen zu sehen und am Sonntag spaziert Jung und Alt schick angezogen mit Bibeln in der Hand in die Kirchen. Außerdem ist uns sofort aufgefallen, dass das Volk viel mehr haut zeigt und auch das eine oder andere Gläschen Alkohol genießt. Es hat sich irgendwie toll und vertraut angefühlt in einer Region christlichen Glaubens zu reisen. Hier haben wir auch unser erstes Weihnachtslied zu hören bekommen, in unserem Homestay war es weihnachtlich geschmückt und auf den Straßen waren bunte aus Plastikflaschen mit Lametta verzierte Weihnachtsbäume zu sehen. 

Vier Tage haben wir auf der Insel verbracht, wobei wir uns jeden Tag einen Scooter ausgeborgt und die Umgebung erkundet haben. Gemeinsam mit James haben wir die wunderschöne Vegetation Samosirs bewundert. Die Reisfelder bilden einen fließenden Übergang von Berg zu Tal und unzählige Wasserfälle stürzen in die Tiefe. Der blassblaue See ist von einer hohen Vulkanlandschaft umgeben, worüber eine Nebeldecke liegt. Mit unserem Scooter haben wir einen tollen Einblick in die vielfältige Landschaft der Insel bekommen.  Hoch oben auf den Bergen sind neben Farnen und Laubbäumen etliche Nadelbäume zu finden und auch die Temperatur nimmt mit der Steigung ordentlich ab. Durch kleine Dörfer, wo Wasserbüffel an den Straßenrändern grasen, vorbei an kleine Seen und sogar einem Sumpfgebiet sind wir mit unserem Moped gefahren. 

An einem Tag haben wir gemeinsam mit unserer niederländischen Freundin Nine die Insel verlassen und sind über eine Brücke auf das Festland gefahren. Am Festland hat es uns dann zu einer Aussichtsplattform getrieben, wo wir abermals einen atemberaubenden Ausblick über die wunderschöne Vulkanlandschaft hatten. Auch zwei weitere Wasserfälle haben wir in Samosir besichtigt und es scheint so als könnten wir uns von Wasserfällen kaum satt sehen, denn sie unterscheiden sich doch alle ein bisschen. Auf der Insel mussten wir uns einen steilen und etwas schwierigen Weg hinaufkämpfen um den Wasserfall zu erreichen, aber am Festland hingegen konnten wir direkt mit unserem Scooter hinfahren. Es ist jedes Mal aufs neue faszinierend die enormen Wassermengen hinabfließen zu sehen. 

Nicht nur die Natur haben wir genossen, denn wir haben auch ein Batak Museum besucht, um einen näheren Einblick in die Kultur zu erlangen. Auch die bekannten 300 Jahre alten Steinstühle haben wir besucht, wo vor vielen Jahren Hinrichtungen durchgeführt wurden. Außerdem haben wir eine sehr witzige Entdeckung gemacht, denn wir haben ein Restaurant gefunden, welches österreichische Käsespätzle zubereitet hat. Vor allem James war hin und weg und wollte die österreichische Spezialität unbedingt ausprobieren. Mit der österreichischen Küche konnten sie natürlich nicht mithalten, aber sie haben ganz in Ordnung geschmeckt. 

Bukittinggi 

Unsere letzten paar Tage in Sumatra haben wir in der Stadt Bukittinggi verbracht. Wir haben in einem sehr netten Homestay gewohnt, wo wir rund um die Uhr von wirklich aufmerksamen Personal versorgt wurden. 

Die Stadt ist sehr belebt, viele Leute tummeln zwischen den Straßenständen umher und es herrscht viel Verkehr auf den Straßen. Der Uhrturm im Stadtzentrum ist sehr bekannt und der Mittelpunkt der Stadt. 

Außerdem kann man in Bukittinggi die sehr gut erhaltenen japanischen Monitionsbunker des 2. Weltkriegs hinabsteigen. Während der japanischen Invasion mussten indonesische Zwangsarbeiter die 6km langen Tunnel erbauen, wobei 1,6km für Touristen zugänglich sind. Es war echt faszinierend die in den Berg gehauenen unterirdischen Wege zu erkunden. 

Direkt nebenan befindet sich die Sianok Schlucht, über welche man einen tollen Blick hatte. 

Dem Palast von König Raja Alam haben wir ebenfalls einen Besuch abgestattet. Seine Besonderheit ist, dass ihn ein typisches Minangkabau Dach schmückt. Außerdem zieren den Palast zierliche Muster in bunten Farben. Von innen ist der Königspalast mit bunten Tüchern und Pailletten geschmückt und auch einige antike Ausstellungsstücke kann man in Schaukästen bestaunen. 

Ich hoffe ihr habt einen Einblick in unsere dreiwöchigen Sumatra Rundreise bekommen. Seid gespannt auf meinen nächsten Blogeintrag, denn unser nächstes Reiseziel ist Singapur. 

Bis bald, eure Alice! 


Kommentare


You Might Also Like:

© Alice Fuchs 

bottom of page