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Thailand – Khao-Sok-Nationalpark und Koh Tao

  • 21. Feb. 2018
  • 7 Min. Lesezeit

Endlich sind wir im gelobten Land Thailand angekommen. Schon lange ist Thailand auf meiner Reiseliste gestanden und deshalb habe ich mich umso mehr gefreut das Land endlich zu erkunden. Genauso wie Malaysia ist es aufgrund seines ausgeprägten Tourismus sehr einfach und vor allem bequem zu bereisen. Thailand hat mit seinen wunderschönen Landschaften, den freundlichen Bewohnern, der köstlichen Küche, den prunkvollen Tempel und den lebendigen Städten so einiges zu bieten, worauf wir schon sehr gespannt waren.

Khao-Sok-Nationalpark Im Süden hat unsere Rundreise mit dem Khao-Sok-Nationalpark begonnen, um uns nach diversen Städte-Aufenthalten endlich wieder von einer atemberaubenden Landschaft beindrucken zu lassen. Eine dreitätige „Khao Sok Lake Tour“ haben wir mit dem „Coco Hostel Khao Sok“ gebucht, um so viele Eindrücke wie möglich vom Nationalpark zu erlangen. Den ersten Tag haben wir in einem kleinen Dorf vor dem Nationalpark verbracht, wo wir uns von unserer Anreise erholt haben. Am Abend hat unsere Erkundungstour mit einer Night Safari begonnen, bei der wir gemeinsam mit einem Guide eine nächtliche Wanderung durch den Regenwald gemacht haben, der mit seinen ca. 160 Millionen Jahren zu den ältesten der Welt zählt. Ausgestattet mit Taschenlampen und Ponchos, um uns vom Regen zu schützen, sind wir losmarschiert. Der Lichtpegel der Taschenlampe hat uns dabei geholfen so viel wie möglich zu erspähen und unser Guide hatte wirklich ein wahnsinnig gutes Auge, denn er hat die kleinsten Insekten entdeckt. Durch den stockdunklen Dschungel sind wir an einem Fluss und durch die Tiefen des Waldes spaziert, wo wir das Zirpen von Grillen und ähnliche Tiergeräusche hören konnten. Spinnen, riesige Stabheuschrecken und eine gelb-schwarze Schlange, welche auf einem Baumstamm entlang geschlängelt ist, haben wir erspäht. Außerdem hat sich ein kleiner Blutegel an meinem Bauch angesaugt, den ich zum Glück recht früh entdeckt habe. Es war nicht schlimm, denn ich habe nur ein bisschen geblutet, doch ich war trotzdem überrascht, wie er es geschafft hat, sich durch meinen Poncho und mein T-Shirt an meinem Bauch festzusaugen. Am nächsten Tag sind wir mit einem Bus Richtung Stausee gefahren, wo wir die nächsten zwei Tage verbracht haben. Um zu unserer Unterkunft zu gelangen, sind wir mit einem Longtail Boot am grünglänzenden Khao Sok Stausee an wildbewachsenen Wäldern und steilen Felsformationen entlang gedüst.

Der Fahrtwind und die Wassertropfen auf der Haut haben für eine Abkühlung gesorgt und der Anblick der Landschaft war wirklich atemberaubend, genauso wie man es aus den Werbeprospekten kennt.

Schließlich sind wir an unserem kleinen Camp am Wasser angelangt, wo viele kleine Bambushütten nebeneinander auf Stelzen durch einen wackeligen Holzsteg verbunden waren. Direkt am Stausee umgeben von wilden Wäldern und riesigen Felsen habe wir in einer Hütte geschlafen. Vom Steg aus vor unserem Bambushäuschen konnten wir direkt in den warmen See springen - es war wirklich traumhaft! Außerdem konnte man nicht nur schwimmen, sondern auch mit einem Kajak am Wasser entlangfahren und den wunderschönen See genießen.

Nach einem leckeren Mittagessen haben wir eine abenteuerreiche Dschungel- und Höhlenwanderung gestartet. Einen matschigen Pfad sind wir entlangeschritten, wo wir durch tiefe Lacken und Flüsse gewartet sind und der Gatsch auf unsere Schenkel gespritzt ist. Zum Glück haben wir uns davor Dschungelschuhe (Plastikschuhe) ausgeborgt, welche wir ohne Bedenken schmutzig machen konnten. Im Laufschritt sind wir durch den Dschungel marschiert, über Felsen geklettert und an Bäumen und Wurzeln haben wir uns angehalten, um die Wanderung durch den Regenwald etwas zu vereinfachen. Wir mussten uns beeilen, denn die Wolken über uns wurden immer dunkler und bei Regen steigt das Wasserlevel in der Höhle rasant an, die wir bald durchschreiten würden, was gefährlich sein kann. Als wir an der Höhle angekommen sind, haben wir unsere Stirnlampen aufgedreht und dann ging es auch schon los. Die Höhle war wirklich hoch, Fledermäuse sind von der Decke gehangen und an riesigen Kalksteinen sind wir vorbeimarschiert, die geglitzert haben, wenn man sie angeleuchtet hat. Es war stockdunkel und die einzige Lichtquelle hat der Lichtpegel unserer Stirnlampe geworfen. Über Steine und durch eiskaltes Wasser sind wir gewartet, was von einer Quelle in der Nähe gekommen ist. Im Gänsemarsch sind wir hinter dem Guide durch die Höhle gewandert und je weiter wir in den Felsen hineingeschritten sind, desto höher ist das Wasser angestiegen. Hin und wieder war der Weg etwas herausfordernd, denn das Wasser war so hoch, dass es einem bis zum Hals stand und wir schwimmen mussten. Es war wirklich ein tolles Abenteuer durch die dunkle Höhle mit einer Stirnlampe am Kopf zu schwimmen, was richtig Spaß gemacht hat. Einmal musste man sich über ein Seil durch eine enge Felswand durchschwingen, was auch richtig cool gewesen ist. Andi und ich waren voll in unserem Element und die Höhlenwanderung hat uns zwei Abenteurern richtig getaugt. Wir waren froh, dass wir diese Höhlentour gemacht haben, denn sie war wirklich besonders und wir beide werden sicher noch unseren Urenkelkindern davon erzählen Leider haben wir von diesem Erlebnis keine Fotos, da wir keine Kamera aufgrund des Wassers mitnehmen konnten. Aber falls ihr neugierig geworden seid, probiert es am besten selbst aus, falls ihr einmal in den Khao-Sok-Nationalpark kommen solltet. Nachdem wir von unserer Wanderung zurückgekommen sind, sind wir nochmal im See schwimmen gegangen und anschließend gab es noch eine Rundfahrt am Stausee. Es war wirklich schön am See mit einem Bier entlang zu fahren nach der aufregenden Exkursion richtig entspannend. Wieder sind wir an hohen Felsen vorbeigefahren und haben die Baumstämme bestaunt, die aus dem ca. 35 m tiefen See herausragen. Nach einem köstlichen thailändischen Abendessen und netten Gesprächen mit anderen Backpackern sind wir schließlich in die Federn gefallen.

Der letzte Tag hat abermals mit einer Longtail Boot Tour gestartet, wo wir Nashornvögel, welche bekannt für ihren bunten, markanten Schnabel sind, und Affen hoch oben in den Bäumen gesichtet haben.

Nachdem wir die letzten Stunden in den idyllischen Bambushütten am Stausee genossen und gefrühstückt haben ging es weiter zu einer Korallenhöhle. Diese war viel kleiner, als die, die wir am Vortag erkundet haben, aber trotzdem aufgrund ihrer tollen Korallenformationen sehr sehenswert. Die Höhle haben wir wieder mit unserer Stirnlampe erkundet und die Stalagtiten und Stalagmiten aus abgestorbenen Korallen bewundert. Anschließend sind wir mit dem Boot wieder zum Hafen gefahren, wo wir in der Nähe auf einem Aussichtspunkt unser Mittagessen genossen haben und somit hat unsere tolle Zeit im Nationalpark auch schon wieder ein Ende genommen.

Koh Tao Koh Tao ist die kleinste der drei Samui-Inseln und besonders für ihren Tauchtourismus bekannt. Hier kann man sehr günstig Open Water Tauckurse in den unzähligen Tauchschulen, die sich über die Insel erstrecken, absolvieren. Die küstennahen und relativ seichten Riffe sind sehr unter Tauchanfängern beliebt. Nicht nur die erschwinglichen Tauchgänge, sondern auch die wunderschönen Buchten und Strände sind auf Koh Tao zu finden, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Die Anreise mit dem Speedboot war sehr taff, da die See wirklich wild und der Wellengang sehr hoch war. Die meisten Passagiere um uns herum waren kreidebleich und haben sich übergeben. Das Bootspersonal ist gar nicht mit dem Austeilen von Speibsackerl nachgekommen und vor allem asiatische Touristen hatten mit ihren flauen Mägen zu kämpfen. Um die drei bis vier Stunden hat unsere Bootsfahrt gedauert und dem Ende zu wurde auch schon uns beiden schlecht, obwohl wir eigentlich seetauglich sind, denn es war schrecklich die übergebenden Menschen mitanzusehen und anzuhören. Am nächsten Tag sind wir auch schon mit einem Tauchboot rausgefahren, um endlich wieder die Unterwasserwelt zu erkunden. Die Landschaft auf Koh Tao ist wirklich ein Traum – türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände mit Palmen, Mangroven und riesige dunkle runde Felsen, welche überall in Koh Tao zu sehen sind, konnten wir vom Boot aus genießen. Der Tauchgang selber war leider nicht so spektakulär, wie wir es erwartet haben. Aufgrund des schlechten Wetters in den vergangenen Tagen, konnten wir nur ein alternatives Riff anfahren, was uns nicht so vom Hocker gehauen hat. Es war trotzdem toll wieder unter Wasser zu sein. Tauchen bereitet mir immer wahnsinnige Freude und man muss auch sagen dass unsere Erwartungen aufgrund der wunderschönen Unterwasserwelt in Indonesien relativ hoch und nicht so leicht zu toppen sind. Doch auch unser Tauchguide hat gemeint, dass es er im Laufe der Jahre leider beobachten konnte, wie die Korallen bleichen und dass immer weniger Lebewesen im Wasser vorzufinden sind, was leider durch den Klimawandel aber auch durch den enormen Tauchtourismus schlimmer fortschreitet. Den restlichen Tag haben wir mit anderen Backpackern in einem Restaurant verbracht, mit welchen wir uns super unterhalten haben, unsere Erfahrungen und Lebensweisheiten ausgetauscht und über das Leben philosophiert haben. Es bereitet mir unheimlich viel Freude so viele neue Leute kennenzulernen und Freunde auf der ganzen Welt dazu zu gewinnen. Es ist so einfach ein tolles Gespräch mit Backpackern zu führen, weil sie meistens die selbe Einstellung haben, offen für Neues sind und genauso begeistert und neugierig sind andere Kulturen, Menschen und Länder kennenzulernen. Den letzten Tag auf Koh Tao haben wir genutzt um die Insel mit dem Scooter zu erkunden. Überraschenderweise kann man wirklich innerhalb von einem Tag die gesamte Insel abklappern, weil sie nicht so groß ist. Mit dem Moped sieht man einfach mit Abstand am meisten von der Umgebung und ist wirklich überall sehr schnell. Freedom Beach Freedom Beach ist ein kleiner wunderschöner Sandstrand, auf welchem zwischen Mangroven Hängematten befestigt sind und wo einem das paradiesische türkisblaue Wasser zum Schwimmen einlädt. Wir haben uns eine kleine Abkühlung natürlich nicht entgehen lassen und sind von den großen grauen Felsen ins Meer gesprungen - einfach ein Traum.

Vom Freedom Beach führt ein kleiner Weg direkt über Wasser zu einem anderen wunderschönen Strand, der ein wenig größer ist. Auch dieser Strand ist unglaublich schön - kleine Boote sind in der Ferne im glitzernden Meer zu sehen und auf Bäumen befestigte Schaukeln zieren das Meeresufer.

Mango Viewpoint Durch ein kleines Waldstück sind wir auf den Viewpoint hinaufgeschritten, wo wir eine tolle Aussicht über die Insel genossen haben. Auf riesigen Felsen sind wir gesessen wo wir auf grün bewachsene Wäldern und das Meer hinabgesehen haben. Die Sicht war ein wenig diesig und es hat so gewirkt, als würde ein blauer Schleier über der Landschaft liegen.

Koh Tao Viewpoint Auf diesem Viewpoint war eine Aussichtsplattform, wo man auf Sitzsäcken über die Insel blicken konnte. Gleich daneben befindet sich ein Restaurant wo man den Ausblick mit einem kühlen Getränk genießen kann.

Mango Bay Grand Resort Zuletzt haben wir bei einem edlen Hotel Halt gemacht, wo wir Eintritt bezahlt haben, um von dort die Sicht auf die Nanguyana Insel zu genießen. Das Hotel ist wirklich traumhaft und auf dessen Terrasse haben wir die tolle Landschaft Koh Taos nochmal auf uns wirken lassen. Kleine Lichter und eine aus Stein gebaute Aussichtsplattform verleihen dem Hotel das gewisse Etwas. Es ist total beruhigend und entspannend gewesen, den Tag mit dem Meeresrauschen lauschend ausklingen zu lassen.

Ich hoffe euch hat mein erster Thailand Bericht gefallen. Seid gespannt auf den nächsten, denn dieser wird bald folgen. Eure Alice


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© Alice Fuchs 

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