Gili Trawangan und Lombok
- 3. Dez. 2017
- 6 Min. Lesezeit
Gilli Trawangan
Auf ins tropische Paradies - mit einem Speedboot sind wir von Padangbai (Bali) in Richtung der drei kleinen verlassenen Gilli Inseln gedüst, wobei wir uns für die größte und lebendigste Insel ,Gilli Trawangan, entschieden haben. Doch einige traumhafte Gemeinsamkeiten haben alle drei Inseln: weiße Sandstrände und Kokospalmen inmitten von türkisblauen Meer. Jede Insel ist auf ihre eigene Art und Weise einzigartig, wobei Gilli T aufgrund seines Nachtlebens sehr viele junge Leute anlockt.






Angekommen auf Gilli T waren Andi und ich wirklich überwältigt und uns war sofort klar, warum dieses Paradies zu Indonesiens Top Reisezielen gehört. Grinsend sind wir in Richtung Unterkunft geschlendert und waren von Beginn an von der Insel angetan. Außerdem hat nicht nur der tolle Meeresanblick zu unserem entspannten Wohlbefinden beigetragen, sondern auch die Art und Weise, wie man sich auf der Insel fortbewegt. Die einzigen Transportmittel sind hier nämlich Fahrräder und Pferdewägen, also keinerlei Verkehrschaos, was wir von Bali gewohnt waren.


Auf der Hauptpromenade gibt es eine Bar nach der anderen und auch Restaurants und Streetfood Verkäufer kommen nicht zu kurz. Doch als wir etwas ins Landesinnere in Richtung unserer Bleibe marschiert sind, ist es immer ruhiger geworden. Einheimische sitzen vor ihren Häusern und unterhalten sich, während ihre Kinder lachend miteinander spielen und den frei laufenden Hähnen nachrennen.
Wir haben bei einem sehr gastfreundlichen und bemühten jungen Mann namens Charlie gewohnt, welcher wie die meisten Inselbewohner hier, aus Lombok stammt, wo wir uns sehr wohlgefühlt haben.
Religion in Indonesien
Was uns sofort aufgefallen ist, dass die Bewohner Gilli Ts im Gegensatz zu der hinduistischen Insel Bali, wie die restlichen 90% Indonesiens islamisch sind. Mehrmals pro Tag kann man also den Ruf der Muezzin hören.
Indonesien ist somit die größte islamische Nation der Welt, welche den Islam trotzdem nicht als Hauptreligion vorschreibt. In dem Land sind viele unterschiedliche Religionen vertreten, welche meist in bestimmten Regionen angesiedelt sind. Deshalb sind auf Bali zum Beispiel die meisten Menschen hinduistischen Glaubens, welcher sich trotzdem ein wenig vom traditionellen Hinduismus unterscheidet.
Insel erkunden
Am ersten Tag haben wir Gilli T ein wenig erkundet und bei Sonnenuntergang in einem Lokal direkt am Meer gespeist. Es war wirklich magisch das glitzernde Meer mit all den bunten Booten zu betrachten und die abendliche Sonne zu genießen. Gilli T ist zwar die Größte der drei Inseln, aber man kann sie trotzdem zu Fuß in ca 2,5 Stunden umrunden. Obwohl Trawangan für seine Partyszene bekannt ist und man sehr leicht an Mushrooms oder dergleichen gelangt, kann man sich durchaus auch zurückziehen und die Ruhe genießen. Am Abend gibt es oftmals Reggae Live Musik in Bars aber auch BBC Earth wurde auf einer Leinwand ausgestrahlt, also kann jeder seinen Abend nach Lust und Laune ausklingen lassen.









Tauchparadies
Wenn man auf den Gillis ist, steht Tauchen auf jeden Fall ganz oben am Programm, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Die Vielfalt der Unterwasserwelt ist so beeindruckend, dass man gar nicht mehr aus dem Wasser raus möchte und definitiv ein Paradies für jeden Taucher. Auch Andi hat nun endlich die Tauchlust gepackt und deshalb hat er sich dazu entschlossen den Open Water Tauchschein in einer kleinen familiären Tauchschule „Diversia“ zu machen, welcher insgesamt drei Tage gedauert hat. Nach einer kurzen Einführung im Pool konnte er einen Schnuppertauchgang machen, welcher in voll und ganz überzeugt und somit animiert hat seine Tauchzertifizierung zu absolvieren.
Die Tauchschule war wirklich ausgezeichnet, das Personal verfügte über tolle Englischkenntnisse und hatte auch hohe Sicherheitsstandards. Andi hat sich von Anfang sehr wohl im Wasser gefühlt und ich konnte ihn bei einigen Trainingstauchgängen begleiten.
Ich freue mich unheimlich, dass ich nun mein Hobby mit ihm teilen kann und wir ab sofort gemeinsam die Unterwasserwelt erkunden können.
Ich habe insgesamt fünf Tauchgänge gemacht und muss zugeben, dass ich trotz der Kosten keinen einzigen bereue, da jeder einzigartig gewesen ist. Nach einem Taucherlebnis habe ich wahrscheinlich so viel wie in drei Tauchgängen am Great Barrier Reef gesehen. Außerdem ist der Vorteil, dass man maximal nur 10 Minuten zum Riff fährt und nicht so wie in Cairns ca 2 Stunden benötigt, um an einen Tauchspot zu gelangen. Deshalb sind die Gillis der perfekte Ausgangsort um viel unter Wasser zu erleben, wobei der Spaßfaktor auf keinen Fall zu kurz kommt.
Es gibt nicht nur wunderschöne farbenprächtige Korallen, sondern auch unzählige bunte Fische und bei jedem Tauchgang sind mir mindestens zwei Schildkröten begegnet. Ich habe folgende fünf Riffe besichtigt, wovon mir tatsächlich jedes einzelne supergut gefallen hat: Biorock, Sunset Point, Turtle Heaven, Shark Point und Halik.
Ich muss zugeben, dass mir Turtle Heaven und Shark Point mitunter am besten gefallen haben. Das Riff Turtle Heaven hat auf jeden Fall seinen Namen verdient, da wir ca sechs Schildkröten auf einem Fleck gesehen haben. Auch die Korallen sind hier einfach wunderschön und es war unfassbar wie viele Schildkröten sich hier aufgehalten haben und vor allem wie nahe sie auf einem zugeschwommen sind. Wir haben sie nicht nur durchs Wasser gleiten sehen, sondern auch fressend und schlafend beobachten können. Zwischen Fischschwärmen, Schildkröten und bunten Korallen sind mir förmlich die Augen rausgesprungen ;-)
Am Shark Point hatte ich endlich die Möglichkeit Haie zu erblicken, was auch ein ganz besonderer Moment für mich gewesen ist. Es gibt keinen Grund sich zu fürchten, da die Haie wirklich gechillt sind und die Tauchtruppe nicht wirklich beachten. Unter einem Felsvorsprung haben sich ca sechs Weißspitzenriffhaie aufgehalten, wobei auch ein Babyhai zu sehen war, was wirklich toll war!
Aber auch an den anderen Riffen sind mir einige tolle Unterwasserbewohner begegnet, also hier ein paar von meinen Highlights:
Rochen, Oktopus, Skorpionfisch, Muräne, Rotfeuerfisch, Doktorfische, Barrakuda, Papageienfische, Drückerfische, Kugelfische, Flötenfische, Schildkröten und Weißspitzenriffhaie.
Die Sichtweite war meistens um die 15 m und die Wassertemperatur war selbst am Boden mit ca 30 Grad noch unglaublich warm! Zusammenfassend kann ich nur jeden ans Herz legen unbedingt tauchen zu gehen, wenn man auf den Gilis ist, da es sich wirklich lohnt und ein wunderschönes Erlebnis ist.
Night Market
Um den kostenintensiven Tauchgängen ein wenig entgehen zu wirken, haben wir versucht beim Essen Geld einzusparen und deshalb sind wir fast jeden Abend zu den Night Markets essen gegangen, wo man sich einen Teller nach Lust und Laune zusammenstellen kann. Aus verschiedensten Speisen und Beilagen kann man wählen, wobei Fische, Garnelen, Krabben und Fleisch frisch gegrillt werden. Aber auch Nachspeisen wie Pancakes, Torten und auch Fruchtsäfte gibt es, sodass jeder Hunger und Gusto gestillt werden kann.
Leider haben wir uns zu viel am Straßenessen ausgetobt, sodass es Andi ein paar Tage richtig schlecht gegangen ist und sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hat.




Nach fünf Tagen haben wir uns entschieden die paradiesischen Inseln wieder zu verlassen und haben uns mit der Fähre auf den Weg nach Lombok gemacht.
Lombok
Mit der Fähre sind wir in Bangsal angelangt und mit dem Taxi direkt nach Kuta zu unserer Unterkunft gefahren. Während unserer Taxifahrt sind wir an belebten Straßen, über Berge und neben Regenwäldern gefahren, wo sogar Affen am Straßenrand gesessen sind. In Lombok gibt es sehr viele Wälder und Reisfelder, welche während der Regenzeit in einem prächtigen grün gedeihen.
Während unseres Lombok Aufenthaltes haben wir in der Nähe von Kuta gewohnt. Mit dem Roller haben wir den südlichen Teil der Insel umrundet und somit recht viel während unseres kurzen Aufenthaltes gesehen. Meist sind wir auf holprigen Straßenwegen vorbei an etlichen Reisfeldern und tropischen Bäumen gedüst, wobei uns so einige Straßenhunde, Rinder und Ochsen begegnet sind. Es war wirklich idyllisch ein paar abgelegenere Dörfer mit dem Moped zu durchfahren und den Einheimischen bei ihrer Landbewirtung zuzusehen.



Zufällig haben wir während unseres Erkundungstrip einen wunderschönen Strand gefunden, welcher in einer Bucht zwischen grünbewachsenen Hügeln gelegen ist, worüber eine alte Holzbrücke geführt hat. Wenn man einen kleinen Berg raufmarschiert ist, hat man die untergehende Sonne über dem Meer erblicken können. Es war echt faszinierend wie schön grün und bewachsen die Natur Lomboks ist.




Am nächsten Tag haben wir unsere Strand-Erkundungstour fortgesetzt wobei wir den wunderschönen Strand Tanjung Aan besucht haben.
Dort haben wir auf einem weißen Sandstrand mit Blick auf das klare, hellblaue Meerwasser die Aussicht genossen, während ich an meiner Kokosnuss geschlürft habe. Eine Abkühlung im angenehm kühlen Nass hat natürlich auch nicht fehlen dürfen.
Anschließend sind wir weiter mit unserem Scooter über hüglige Straßen zum Mawun Beach, einem wunderschöne Strand welcher in einer Bucht gelegen ist gefahren, wo wir unser Mittagessen mit Meeresblick genossen haben.
Die Zeit in Lombok ist sehr schnell vergangen und ich würde empfehlen auf jeden Fall mehr als zwei Tage für
diese Insel einzuplanen, um mehr davon sehen zu können und auch damit sich die Anreise mit Fähre und Taxi zur Unterkunft wirklich auszahlt.
Bis bald,
Eure Alice
PS: Sorry für die schlechtere Bildqualität in der zweiten Hälfte meines Blogs, aber die Fotos wurden "nur" mit dem Handy aufgenommen.




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