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Bali - Ubud

  • 1. Dez. 2017
  • 8 Min. Lesezeit

Willkommen in einer anderen Welt

Wir haben uns dazu entschlossen unser Südostasien Abenteuer mit der indonesischen Insel Bali zu starten.

Indonesien hat 1700 Inseln mit einer atemberaubenden Vielfalt. Traumhaftschöne Strände, hohe Berge, unberührte Urwälder, farbenfrohe Korallenriffe und grüne Reisfelder sind in Indonesien zu finden. Es ist uns eine Freude mit Indonesien in die südostasiatischen Welt einzutauchen.


Aller Anfang ist schwer

Um halb eins in der Nacht sind wir in Denpasar gelandet und haben uns gleich ein Taxi nach Ubud genommen. Zuerst hatten wir bedenken, dass wir mitten in der Nacht eventuell Schwierigkeiten hätten ein Taxi zu finden, doch darüber hätten wir uns keineswegs sorgen müssen, da uns die Taxifahrer tatsächlich nachgerannt sind und „Taksi, Taksi. I make you good price” geschrien haben. Sie haben einem kaum Platz gelassen und man musste sich sogar fast im Slalom um sie umher schlängeln. Nachdem wir einen Taxifahrer mit einem recht günstigen Preis gefunden haben, haben wir ihm die Adresse von unserem Homestay gezeigt und dann sind wir auch schon losgedüst, hupend über rote Ampeln mit Warnblinkanlage, versteht sich. Alles hat recht gut geklappt, bis uns unser netter Fahrer ca 15 Minuten vor unserer Unterkunft im nirgendwo von Ubud aussteigen hat lassen und gemeint hat, dass es nicht ausgemacht war, uns bis zur genannten Adresse zu bringen. Also sind wir zu Fuß weitermarschiert, weil wir uns nicht mit ihm anlegen und schon gar nicht zurück zum Flughafen wollten, wie er uns gedroht hat. Es war allerdings nicht so einfach sich im stockdunklen, wo kaum eine Menschenseele auf der Straße war, in einer fremden Stadt zurecht zu finden. Schließlich sind wir dann an einer Unterkunft angekommen, von der wir gedacht haben, sie auf Airbnb gebucht zu haben, wo wir die Besitzerin rausgeläutet haben. Obwohl ich dreimal nachgefragt habe, ob wir bei der richtigen Hausnummer angelangt sind und sie auch nach unseren Buchungsnamen gefragt hat, haben wir uns endlich ohne bedenken in die Federn geschmissen.

Am nächsten Morgen sind wir mitten im Grünen umgeben von Bäumen, bunten Pflanzen und grünen Reisfeldern aufgewacht.

Als wir gefragt wurden, was wir denn zum Frühstück haben wollten, hat sich herausgestellt, dass wir in der falschen Unterkunft gelandet sind, also nicht in der, die wir gebucht haben. Wie heißt es denn so schön? Aller Anfang ist schwer und das hat sich definitiv in unseren Missgeschicken gezeigt ;-)

Also sind wir nach unserem Frühstück zu unserer richtigen Unterkunft gewandert und sind dort herzlich empfangen worden.


Danach haben wir beschlossen endlich Ubud ein bisschen zu erkunden. Die in der Nacht stille und leere Stadt haben wir fast nicht wieder erkannt. Denn überall sind Mopeds (mit manchmal 2,3 oder sogar 4 Leuten drauf) und Autos auf den Straßen, welche hupend durch die belebte Stadt düsen. Wir haben bald erkannt, dass fast jedes Haus einen eigenen prunkvollen Tempel hat, was wirklich faszinierend ist. Überall findet man Verkaufsstände mit Gewand, Accessoires und diversen Andenken, welche man kaufen kann. Alle zwei Minuten wird einem eine Taxifahrt angeboten und es scheint so, als wäre Taxifahrer der häufigste Job in Ubud. In der ereignisreichen Stadt gibt es auch sehr nette Cafés und Restaurants genausowie einen riesigen Straßenmarkt, wo es nur so von Menschen zwischen bunten Kleidern, Shirts, Schuhen, geschnitzen Holzkunstwerken und Armbändern wimmelt. Die Straße zu überqueren ist eine eigene Challenge für sich, da es sehr schwer ist einen Zeitpunkt abzuwarten, wo kein Fahrzeug an einem vorbei brettert, also ist es am besten einfach ohne zu warten loszugehen. Es war richtig toll so durch die Straßen zu schlendern, die andere Kultur und die neuartige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.


Außerdem haben wir einen Bekannten Tempel „Ubud Palace“ besichtigt, welcher direkt in der Stadt liegt. Der Tempel ist sehr prunkvoll und bestehtvor allem aus Stein, in welchem mit Liebe zum Detail verschiedenste Muster und Steinfiguren reingemeisselt sind.


Campuhan Ridge Walk / Sunrise Hill

Als wir weitermarschiert sind haben wir den Campuhan Ridge Walk entdeckt, welcher vorbei an einem Tempel auf einen Hügel, dem Sunrise Hill führt, auf welchem wunderschöne grüne Reisfelder zu finden sind. Der Anblick der Felder ist wirklich traumhaft und ich bin mir sicher, dass ich selten so ein kräftiges grün zuvor gesehen habe. Der Hügel ist aber auch von riesigen Palmen und Bananenbäumen umgeben, was ebenfalls zu der unglaublich schönen Landschaft beiträgt. Wir haben es so genossen durch die Reisfelder zu schlendern, dass wir die dunkelgrauen Wolken, welche sich über uns aufgebraut haben komplett außer Acht gelassen und nicht so ganz Ernst genommen haben. Deshalb hat uns dann der Regen ziemlich stark erwischt und wir waren wirklich bis auf die Unterhose waschelnass und konnten unser Gewand regelrecht auswinden. Willkommen in der Regenzeit ;-) Uns hat es aber gar nicht weiter gestört, da es nun mal zu dem indonesischen Klima dazugehört und es war sogar recht witzig so einen starken Regen mitzuerleben, den man mit den österreichischen Niederschlägen kaum vergleichen kann.

Leider konnten wir unsere kleine Wanderung nicht fortsetzen und sind schon ein wenig früher umgekehrt, da wir wirklich durchnässt waren.



Deshalb sind wir an einem weiteren Tag in Ubud schon sehr früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang am Sunrise Hill zwischen den Reisfeldern zu genießen. Das frühe Aufwachen, war zwar eine Qual, aber im Endeffekt hat sich das für diesen Anblick wirklich gelohnt. Die rosaroten Schleierwolken und die ersten Sonnenstrahlen zwischen den hellgrünen Reisfeldern mitzuerleben, war ein ausgezeichneter Start in den Tag. Diesmal sind wir etwas weiter spaziert, haben eine Schaukel entdeckt, mit welcher man über die Felder schweben konnte und sind auf ein kleines Dorf, umgeben von Reisterrassen kleinen Bistros und Spas, gestoßen.


Café Clear

Am ersten Abend wie wir hungrig und auf der Suche nach Essen durch Ubud marschiert sind, sind wir auf ein unglaublich tolles Restaurant gestoßen. Es hat uns dort soo gut gefallen, dass wir jeden folgendem Abend während unserer Ubud Aufenthaltes dorthin zurückgekehrt sind und deshalb muss ich euch unbedingt in meinen Blog davon berichten.


Bevor man das Restaurant betritt wird man gebeten seine Schuhe auszuziehen, was mir richtig gut gefallen hat, da es ein ganz anderes Feeling ist, barfuß zu sein. Das Café ist sehr modern eingerichtet und offen, sodass man überdacht im Freien sitzt. Am ersten Tag haben wir uns dazu entschlossen am Boden auf Pölstern neben dem Koibecken zu sitzen, aber es gibt natürlich auch Tische, da das Speisen am Boden bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Über eine Holzwendeltreppe gelangt man in den zweiten Stock, wo man gleich vom Personal empfangen wird. Das ganze Ambiente ist wirklich ein Traum, denn das Personal ist sehr aufmerksam, die Einrichtung ist modern und geschmackvoll und durch Kleinigkeiten, wie motivierende Sprüche, welche aus Blumen „geschrieben“ werden, machen das Restaurant, das übrigens gleichzeitig ein Spa ist zu einem Wohlfühlort. Die Speisen sind vorrangig vegetarisch oder vegan, aber es wird auch Fisch serviert. Das Essen ist der absolute Hammer und haben sogar den Fleischliebhaber Andi vom Hocker gehauen. Ich habe selten so geschmackvoll gegessen und mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke ;-)

Am ersten Abend sind wir beim Bestellen des Desserts ein wenig eskaliert, da wir uns so gefreut haben, nach dem ständigen Sparen im teueren Australien uns endlich gönnen zu können. Es wurde dann also etwas übermütig die halbe Dessert Speisekarte geordert, was sogar die Kellnerin etwas verwundert hat.

Falls ihr jemals dort hinkommen solltet, müsst ihr unbedingt die Dragon Bowl bestellen, denn die war mit Abstand mein absolutes Highlight.


Hier noch ein paar Bilder von weiteren kulinarischen Leckereien in anderen Restaurants:

Monkey Forest

Eine populäre Touristenattraktion ist der Monkey Forest in Ubud, wo es Besuchern ermöglicht wird durch einen Wald zu spazieren, wo sehr viele wildlebende Affen beheimatet sind und diese Lebewesen somit hautnah zu sehen.

Die Affen leben dort zwar in freier Wildbahn, sind aber sehr an Touristen gewöhnt und wissen somit auch wie sie diese austricksen und deren Respekt erlangen können.

Ich, als Affenliebhaber, muss zugeben, dass ich durchaus immer versucht habe einen Sicherheitsabstand einzuhalten, da die Tiere schon ziemlich frech und unberechenbar sind, vor allem wenn sie von Besuchern gefüttert werden. Es sind auch überall Tafeln mit Verhaltensregeln angebracht, welche einem zb darauf aufmerksam machen den Affen nicht in die Augen zu schauen, aber ich hatte das Gefühl dass so einige Leute diese Regeln nicht ganz beachtet haben, was dazu geführt hat, dass sogar der eine oder andere von einem Affen gebissen wurden.

Es gibt die Möglichkeit vor Ort Fotos mit Affen zu machen, was wir beide dann auch in Anspruch genommen haben und es hat sich echt witzig angefühlt, wie unsere haarigen Vorfahren auf uns herumgeklettert sind.

Es war durchaus schön zu beobachten, wie die Tiere miteinander raufen und spielen und wir haben auch ein paar kleine richtig süße Affenbabys gesehen.


Morning Market

Am nächsten Morgen habe ich mich dazu entschlossen ganz zeitig in der Früh den Morning Market zu besuchen, um die Einheimischen beim Einkaufen zu beobachten. Alle Locals sind mit ihren Waren zum Markt gekommen, um ihre Ernten zu verkaufen. Die Meisten haben ihre Produkte auf den Ladeflächen ihrer Kleinfahrzeuge angepriesen, welche dicht nebeneinander geparkt waren. Die unterschiedlichsten tropische Früchte und diverses frisches Gemüse in kräftigen Farben wurden angeboten. Aber auch Frühstück verpackt in kleinen Säckchen, Gewürze oder lebendige Hühner, welche in einem Käfig dicht nebeneinander geqeutscht waren, gab es dort zu kaufen.

Es war richtig spannend die Einheimischen beim Handeln ihres morgendlichen Einkaufs zu beobachten und die Kultur auf mich wirken zu lassen. Das Getümmel und die prächtige Farbenvielfalt musste ich natürlich festhalten. Hier ein paar Fotos, damit ihr einen besseren Eindruck von dem wirklich tollen balinesischen Essensmarkt bekommt.


Mopedausflug

Damit wir die Umgebung von Ubud etwas besser erkunden können, haben wir uns einen Roller ausgeborgt. Wir hatten zu Beginn zwar etwas Respekt vor Balis belebten Straßen, aber es hat richtig Spaß gemacht zu zweit auf dem Moped umherzudüsen, weil man nicht nur viel schneller ist, sondern auch der Fahrtwind total angenehm ist. Andi hat sich zu Beginn ein bisschen an den Verkehr gewöhnen müssen, da die Mopeds nicht hintereinander, sondern echt dicht nebeneinander fahren, sodass man eigentlich immer bremsbereit sein muss. Die einspurigen Fahrzeuge regieren hier auf jeden Fall den Verkehr, rote Ampeln werden nicht immer ernst genommen und wer hupt hat definitiv Vorrang.


Goa Gajah

Den ersten Stop haben wir bei dem bekannten Elefantentempel Goa Gajah eingelegt, wo wir herzlichst von Sarong verkaufenden Frauen, natürlich in der Hoffnung, dass sie uns ein Tuch andrehen können, empfangen wurden.

Der Tempel selbst ist von grüner Natur vorrangig mit riesigen Bananenbäumen und Kokospalmen umgeben. Auch hier sind tolle Steinsäulen, Statuen, Brunnen und Höhlen mit wunderschönen detailreichen Verzierungen vorzufinden. Außerdem zieren ein Fluss und ein nett angelegter Garten den Tempel. Der Duft von brennenden Räucherstäbchen liegt in der Luft und bunte Blumen schmücken ebenfalls den Tempel.

Wasserfall Tegenungan

Unser zweiter Stopp hat uns etwas weiter außerhalb von Ubud zu dem Wasserfall Tegenungan geführt.

Der Wasserfall war wirklich extrem hoch und hat enorme Wassermassen getragen. Das Wasser war zwar relativ braun, aber es war trotzdem cool zu beobachten, wie die Wassermenge die Klippe herunter prescht.


Am Rückweg hat uns das Pech wieder eingeholt, da wir beim um die Kurve fahren bemerkt haben, dass unser Hinterreifen keine Luft mehr hat. Wir sind sofort abgestiegen und haben mit wenig Freude einen Platten festgestellt. Zum Glück war gleich eine Werkstatt in der Nähe, wo uns ein hilfsbereiter Mann Luft in den Reifen gepumpt und leider ein Loch entdeckt hat. Wir haben dann beschlossen so weit wie möglich Richtung Ubud zu fahren, in der Hoffnung es bis zu unserem Appartement zu schaffen. Die grauen Regenwolken am Himmel haben uns auch leider diesmal nicht verschont und deshalb mussten wir unseren Roller noch ein letztes Stück schieben.

Zugegebenermaßen waren wir beide doch ziemlich enttäuscht, dass wir unser Tagesprogramm aufgrund der Panne und dem Regen nicht fortsetzen konnten, aber zum Glück ist wenigstens der Besitzer selbst für den defekten Reifen aufgekommen.


Balinesische Tanzaufführung

Am Abend haben wir uns eine balinesische Tanzvorstellung „Kecak Fire & Trance Dance“ im Tempel Pura Puseh angeschaut. Die Kartenverkäuferin hat uns zu dieser Vorführung geraten, da diese sehr traditionell sein sollte und auch eine Geschichte, welche an Romeo und Julia erinnert, beinhaltet.

Kecak ist ein Tanz bei welchem ein Männerchor im Kreis sitzt und mit seinem fesselnden und vor allem außergewöhnlichen Gesang, welcher voranging aus „Chak-a-Chak-a-Chak“ besteht, eine Affengruppe nachahmt. Ihr Gesang ist wirklich sehr imposant und es wirkt so als wäre der gesamte Chor in Trance.

Außerdem haben zwei junge Frauen einen symmetrischen Tanz bestehend aus Hand- und Hüftbewegungen inmitten der „Affengruppe“ vorgeführt. Der krönende Abschluss war eine Feuershow, bei welcher ein Mann durch ein Feuer aus Kokosnussschalen gelaufen ist.

Andi und ich waren wirklich extrem begeistert und auch ein wenig verzaubert von der magischen balinesischen Tanzaufführung. Die einflussreiche Musik, die aufwendigen Kostüme, die stark geschminkten Frauen und die gesamte Choreografie haben die Show zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!


Eure Alice


PS: Sorry für die vielen Bilder, aber mich hat mittlerweile auch schon die Lust am Fotografieren gepackt ;-)


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© Alice Fuchs 

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