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Cairns - Time to say Goodbye

  • 18. Nov. 2017
  • 5 Min. Lesezeit

Tauchtrip zum Great Barrier Reef

Seitdem ich meinen Tauchschein habe, war es ein Traum von mir am weltberühmten Great Barrier Reef zu tauchen. Bisher hatte ich nur das Vergnügen in österreichischen Seen zu tauchen, was man schlicht und ergreifend nicht mit der vielfältigen Meeresunterwasserwelt vergleichen kenn. Deshalb war es besonders schön für mich meinen ersten Meerestauchgang im größten Korallenriff der Welt, welches sich über 2000km erstreckt zu absolvieren. Es gehört nicht nur zum Unesco Weltkulturerbe, sondern auch zu einem der sieben Weltwunder.

Also haben wir beide beschlossen meinen Traum an meinem Geburtstag zu erfüllen, es gibt ja wohl keinen besseren Tag dafür und haben einen Tagesbootsausflug ans Outer Reef gebucht, welches noch am besten erhalten und am wenigsten vom Korallensterben bedroht ist.

Wir haben uns für eine Schnorcheltour entschieden, bei der es die Möglichkeit gab einige Tauchgänge zu machen, um den Bedürfnissen von uns beiden gerecht zu werden, da Andi leider (noch? ;-)) keinen Tauchschein hat.

Zeitig in der Früh sind wir zum Hafen marschiert und waren hin und weg, als wir unser luxuriöses Boot gesehen haben. Denn wir haben ganz und gar nicht mit so ein hochmodernem Boot mit modernster Austattung erwartet, auf welchem es nur so von hilfsbereiten Mitarbeitern tummelt, welche einem stets behilflich sind und bei jeglichen Fragen zur Hilfe eilen. Als Backpacker ist Luxus für uns ein Fremdwort, deshalb waren wir umso mehr begeistert von unserer Tourauswahl. Um die 180 Mann hatten darauf Platz, aber da das Boot nicht voll ausgelastet war, hatten wir eine eigene kleine Sitzlounge für uns.

Das Wetter hat leider nicht wirklich mitgespielt, da es am Weg zum Saxon Reef ziemlich stark gestürmt hat, was hohen Wellengang verursacht hat. Darum sind die meisten asiatischen Passagiere kreidebleich mit Speibsackerl in der Hand bei Frischluft am Deck gesessen und haben sich der Reihe nach übergeben.


Man fährt ca zwei Stunden raus ans Riff, aber die Zeit ist wie im Flug vergangen, da es noch einiges vor unserem ersten Tauchgang zu besprechen gab. Glücklicherweise war unsere Tauchgruppe sehr klein, da nur ich und ein Engländer zertifizierte Taucher an Bord waren, weshalb wir nur zu zweit mit unserem Tauchguide Kyle und einem weiteren Trainee die Unterwasserwelt erkundet haben. Nachdem alle Sicherheitsmaßnahmen und Handzeichen abgeklärt waren und wir unsere Ausrüstung angelegt haben, ging es endlich ins Wasser. Schon sehr lange habe ich auf diesen Moment gewartet, deshalb habe ich mich schon richtig darauf gefreut, war aber auch etwas aufgeregt, da ich das erste Mal ohne einer Vertrauensperson, die ich persönlich kenne, getaucht bin. Der Abstieg verlief, sowie der restliche Tauchgang, sehr ruhig und ich war komplett fasziniert als ich im klaren blauen Meer die ersten Fische gesehen habe. Ich hab es kaum begreifen können, dass jetzt endlich der Augenblick gekommen ist, auf den ich mich schon so lange gefreut habe. Es hat einige Zeit lang gebraucht, bis ich realisiert habe, dass ich tatsächlich im Great Barrier Reef tauche, aber ich habe jeden Moment in vollen Zügen genossen. Ich habe mich echt sicher gefühlt, wie ich zwischen den bunten Korallen und den farbenfrohen Fischen geschwommen bin. Kyle war ein richtig toller Guide, der mir viel Sicherheit gegeben hat und uns echt viele unterschiedliche Meeresbewohner gezeigt hat. Jedes Mal wenn wir uns gefreut haben, weil wir irgendwas Schönes gesichtet haben, haben wir uns das „fucking awesome“ Handzeichen gegeben, was echt witzig war. Obwohl das Wetter nicht so gut war, waren die Unterwasserbedingungen super und man hat vom Sturm ober Wasser überhaupt nichts mitbekommen. Kyle hat sogar gemeint, dass man bei schlechterem Wetter mehr Unterwassertiere sieht, da sie im Riff Schutz suchen. Wir haben Anemonenfische, zahlreiche Drückerfische, eine Wasserschildkröte und sogar einen Tintenfisch gesichtet. Man hat ca 10-15m weit gesehen und wir waren bis zu 14m tief.



Da der erste Tauchgang so erfolgreich war, habe ich mich dazu entschlossen gleich noch zwei weitere anzuhängen. Nach einer kurzen Pause ging es mit vollbefüllten Tauchflaschen in die nächste Runde. Anschließend gab es zur Stärkung köstliches Mittagessen bestehend aus Fisch, Fleisch und frischem Gemüse, bevor wir zum Hastings Riff für unseren letzten Tauchgang aufgebrochen sind. Dort waren die Bedingungen zwar nicht mehr ganz so gut, wie auf dem Spot zuvor, aber wir waren trotzdem recht erfolgreich. Nach drei Tauchgängen hat unsere Tauchzeit insgesamt 133 min betragen und wir haben drei Wasserschildkröten, etliche unterschiedlichste Fische, einen Oktopus und Tintenfisch gesehen.

Nach einem kleinen Snack ging es dann auch schon wieder nach Hause, wo wir uns am Abend mit ein paar anderen Leuten von unserer Bootstour in einer Bar getroffen haben. Mein 20. Geburtstag war also ein voller Erfolg.



Daintree Regenwald Tour

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der Daintree Regenwald, welcher ca 2 Stunden von Cairns entfernt liegt.

Da wir die australischen Regenwälder erkunden wollten, haben wir eine Cape Tribulation Tour gebucht.

Zeitig am frühen Morgen sind wir von unserer Unterkunft abgeholt worden und direkt zu einem Wildlifepark gefahren, wo wir Zeit hatten uns Reptilien, Vögel, Koalas, Kängurus, Wallabies und viele andere Lebewesen anzuschauen. Anschließend sind wir zu einem Restaurant gefahren, wo Andi und ich zum ersten Mal Kängurufleisch in Form von Bürgern gegessen haben. Ich war zunächst sehr skeptisch, aber im Endeffekt war ich sehr positiv überrascht von dessen Geschmack. Andi meint, dass es wie eine Mischung zwischen Rind und Huhn schmecken würde und ihm hat es ebenfalls sehr gemundet.


Nachdem wir uns gestärkt haben sind wir durch einen Regenwald zum Strand marschiert, auf welchen zwei Weltkulturerben aufeinander stoßen, Great Barrier Reef und Regenwald, was den Ort sehr einzigartig macht.


Danach sind wir endlich durch den Daintree Rainforest spaziert, wo uns unser Guide mit großer Begeisterung verschiedenste wunderschöne Bäume, Palmen, Farne und Lebewesen gezeigt und auch darüber berichtet hat. Andi und ich waren richtig fasziniert von der Vielfalt der Flora und Fauna und auch erstaunt, wie sich die Natur im Laufe der Jahre entwickelt hat und was für Naturwunder es gibt.


Wir sind an riesigen Bäumen, welche teilweise hunderte Jahre alt sind, welche alle verschiedenste Früchte oder bunte Blumen tragen vorbeigegangen. Außerdem haben wir auch unglaublich viele Mangroven mit ihrer Wurzelpracht als auch Lianen gesehen, welche sich an Bäume geklammert haben. Unser Guide war ein riesengroßer Naturliebhaber, was man an seiner Erzählweise erkennen konnte, da er nach jedem gefühlten dritten Satz seine Begeisterung mit „That’s kinda cool“ oder „Fantastic“ ausgedrückt hat.


Danach sind wir mit einem Boot an einem Salzwasserfluss umher getourt, mit der Hoffnung Krokodile zu sehen, da diese vor allem dort in freier Wildbahn leben.

Da zur Zeit der Wasserspiegel sehr hoch war, war die Chance ziemlich gering die dinosaurierartigen Reptilien zu sichten. Zum Abschluss unserer Flussfahrt haben wir aber doch noch ein ca vier Meter großes männliches Krokodil als auch eine Babypython gespottet.


Bevor wir unsere lange Rückreise zurück nach Cairns angetreten sind, haben wir noch einen Stop an einem Aussichtspunkt gemacht, Alexandria Point, wo wir einen wunderschönen letzen Anblick über den tropischen Wald hatten.

Im Großen und Ganzen waren Andi und ich nicht sehr von dieser Tagestour begeistert, da wir leider fast die meiste Zeit über mit Busfahren verbrecht haben, was uns beide zugegebenermaßen etwas enttäuscht hat.



Aufenthalt in Cairns

Cairns liegt ganz im Norden Australiens, wo recht tropisches Klima herrscht. Auch in dieser Stadt ist es aufgrund von Quallen und Krokodilen verboten im Meer zu schwimmen, weshalb es wie in Airlie Beach ein Schwimmbecken direkt im Zentrum gibt. Die Highlights unseres Cairns Aufenthaltes waren unser Radausflug in die Botanischen Gärten, die Nachtmärkte und der große Foodmarket, wo man am Wochenende recht billig frische Früchte einkaufen kann. Um ein wenig Geld zu sparen haben wir neben Hostelübernachtungen wieder per Couchsurfing einen netten Herren gefunden, der uns bei sich aufgenommen hat, wo wir die Zeit genutzt haben, um unsere Bali Reise zu planen.



So schnell sind unsere ersten zwei Monate in Australien vergangen. Wir hatten eine großartige Zeit entlang der Ostküste und vor allem unsere Work & Travel Erfahrungen haben unseren Aussie Aufenthalt sehr bereichert.

Andi und ich freuen uns aber auch schon sehr auf Bali und wir können es kaum erwarten endlich in einem günstigeren Land zu reisen, wo wir hoffentlich nicht so sehr auf unser Budget achten müssen.

Ich freue mich schon sehr auf neue Erfahrungen und Erlebnisse und werde euch natürlich, wie immer, auf dem Laufenden halten!



Bis bald,

Eure Alice


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© Alice Fuchs 

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