top of page

Whitsundays Segeltrip

  • 14. Nov. 2017
  • 5 Min. Lesezeit

Die Whitsundays, eine aus 74 Inseln bestehend Inselgruppe, sind ein absolutes Muss für jede Australienreise. Traumhafte Sandstrände, türkisfarbenes Meer, bunte Korallenriffe und grüne Pinienwälder sind in dem kontrastreichen und populären Segelrevier vorzufinden.

All das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, deshalb hat für uns am 2. November eine unvergessliche Segeltour auf den Whitsundays begonnen. Wir konnten es kaum erwarten das Paradies, das wir nur von wunderschönen Fotografien aus Werbeprospekten und Plakatwänden kannten, endlich selbst zu erleben. Zwei Tage und zwei Nächte haben wir auf dem 14-Mann Segelboot „Mandrake“ mit einer wirklich tollen und verrückten Gruppe verbracht. Auch mit unserem Skipper Dan und dem Deckarbeiter Ray hatten wir Glück, weil beide echt relaxed, gut drauf und bemüht waren, aber trotzdem „Pfeffer im Arsch“ hatten. Ray war während der zwei Tage unser Mädchen für alles, denn er hat gekocht, Musik gemacht, (un)lustige Witze erzählt und war sofort zur Stelle, sobald jemand was gebraucht hat. Hingegen hat Dan dafür gesorgt uns sicher über den Pazifik zu segeln, hat uns über die Whitsundays berichtet und uns auch von deren geschichtlich Hintergrund erzählt.



Nachdem wir alle an Bord angekommen sind und unsere Betten bezogen haben, wurden uns die Regeln und Sicherheitsvorkehrungen erklärt und dann ging es schon hinaus auf hohe See. Es hat echt Spaß gemacht mitten im Ozean auf einem Boot zu fahren und die Füße über dem glänzend türkisblauen Wasser baumeln zu lassen. Vor allem der Fahrtwind war sehr angenehm, weil er die Hitze um einiges erträglicher gemacht hat.

Nach bereits einer Viertelstunde hat Ray beschlossen das Eis zu brechen, indem er uns zu einem ganz besonderen Gruß animiert hat, für den unser Boot Mandrake anscheinend bekannt ist, (sobald es ein anderes begegnet.) Er hat uns also in sein Vorhaben eingeweiht, welches wir alle kichernd und ein wenig verwundert bejaht haben. Sobald (uns) das andere Boot auf unsere Höhe begegnet ist, haben wir gewinkt, uns umgedreht, unsere Hosen runtergelassen, sodass man unsere nackten Hintern gesehen hat und lauthals „Mandraake“ gebrüllt. Von diesem Zeitpunkt an waren alle Passagiere sehr entspannt und somit haben wir wohl wortwörtlich unsere anfänglichen Hemmungen über Bord geworfen. Von nun an wussten Andi und ich, dass wir eine tolle und vor allem lustige Zeit haben werden und sind grinsend am Deck gesessen.

Da wir so wenige Leute an Bord waren konnten wir uns bereits am ersten Tag besser kennenlernen. Nachdem wir Anker gefasst und Ray uns köstliche Tacos zu Abend gezaubert hat, haben wir uns bei einem kleinen „Kennenlernspiel“ vorgestellt, was recht bald in ein Trinkspiel übergegangen ist. Wir haben also am Boot unter den Sternen, bei netter Gesellschaft und ein paar Drinks den Abend ausklingen lassen. Sogar ein Delfin hat uns dabei einen Besuch abgestattet.



Whitehaven Beach

Am nächsten Morgen wurden wir schon um 4 Uhr aus den Federn geschmissen, da wir uns dazu entschlossen haben den Sonnenaufgang auf Whitehaven Beach anzuschauen. Es war nicht unbedingt einfach so früh aufzustehen, aber das aus den Boxen dröhnende Gutelaunelied „Hakuna Matata“ hat es ein wenig erleichtert. Nachdem wir zu früher Morgenstund unser Frühstück im dunklen am Deck verzehrt haben, sind wir mit einem kleinen Schlauchboot an Land gebracht worden, wo wir im seichten Wasser einen kleinen Babyhai gesichtet haben. Danach sind wir auch schon auf den Aussichtspunkt hinaufmarschiert, wo wir eine atemberaubenden Ausblick über den Whitehaven Beach hatten. Ich war überwältigt, denn ich habe noch nie so einen traumhaften Sonnenaufgang gesehen. Ein orange-rosa Farbspiel war am Himmel zu sehen, was sich im Wasser und Sand gespiegelt hat. Der Wasserspiegel war so niedrig, dass man im Sand die kleinen Einbuchtungen sehen konnte, in welchen sich die Rochen über Nacht vergraben haben. Der Anblick war einfach idyllisch und ich hätte stundenlang auf der Aussichtsplattform stehen und das atemberaubende Naturspiel bewundern können. Endlich sind wir an dem Spot angelangt, der überall in den verschiedensten Werbeprospekten angepriesen wird und es war um einiges besser, als ich es mir vorgestellt habe. In diesem unbeschreiblich tollen Augenblick ist uns allen bewusst geworden, dass sich das frühe Aufstehen tatsächlich gelohnt hat, da wir die ersten auf der Insel waren. Wir waren Ray und Dan sehr dankbar, dass sie uns so den paradiesischen Anblick ganz alleine ohne touristische Massen ermöglicht haben.


Anschließend sind wir am Strand gegangen, wo wir einige Stunden Zeit für uns hatten und das Paradies genießen konnten. Wir haben natürlich auch die Gelegenheit genutzt, um uns im Meer abzukühlen, wo uns einige Blaupunktrochen begegnet sind. Während unseres gesamten Sägeltrips mussten wir übrigens „Stingersuits“ (Ganzkörperanzüge) tragen, sobald wir uns im Meer aufgehalten haben, da es zu dieser Jahreszeit sehr viele gefährliche Quallen gibt.


Das besondere am Whitehaven Beach ist, dass man niemals den exakt gleichen Anblick hat, da sich der Wasserspiegel während des Tages durchgehend ändert. Als wir vier Stunden später nochmals auf den Aussichtspunkt spaziert sind, hat sich der Strand komplett verändert, da er mit türkisblauen Meerwasser überflutet war. Aber auch diesmal hat mich der Anblick abermals ins Staunen versetzt und ich war wirklich überrascht, wie sehr sich der Wasserspiegel innerhalb von paar Stunden so drastisch ändern konnte.


Außerdem besitzt Whitehaven Beach einen der weißesten Strände der Welt, weil er einen Quarzgehalt von 98 % hat. Der Sand speichert somit also keine Wärme, was bedeutet, dass man selbst bei größter Hitze am Strand entlang spazieren kann.



Schnorcheln

Nachdem wir wieder an Bord angelangt sind, haben wir unsere Masken, Anzüge und Schnorchel gepackt und dann ging es endlich ab ins Wasser. Schon wie wir vom Boot ins Meer gesprungen sind, haben sich viele riesige Fische um uns versammelt. Die Sicht war super und das Wasser war richtig klar! Zwar haben wir nicht allzuviele bunte Korallen gesehen, aber dafür umso mehr Fische in allen Farben und Variationen. Es war echt toll im Meer zu schnorcheln und es hat Spaß gemacht die Fische zu beobachten. Ray hat uns die ganze Zeit mit dem kleinen Schlauchboot begleitet, damit er gleich zur Stelle ist, falls was passieren sollte.

Um einen bisschen besseren Eindruck von der Unterwasserwelt zu bekommen, sind wir dann zu einem anderen Riff gefahren, wo wir ebenfalls schnorchelten. Dort war neben den Fischen, die wunderschönen Wasserschildkröte das absolute Highlight! Sie ist echt nah an uns heran gekommen, sodass man sie sehr genau betrachten konnte. Es war wahnsinnig süß ihr dabei zuzusehen wie sie durchs Wasser geschwommen ist und ich hab auch ziemlich gute Fotos und Videos aufgenommen.


Zurück an Bord gab es Mittagessen und danach hat Dan uns ein wenig über die Geschichte der Whitsundays erzählt. Außerdem durften wir das traditionelle Musikinstrument der Aborigines, das Didgeridoo, ausprobieren. Das war echt witzig, da es bisschen leichter aussieht darauf zu spielen, als es tatsächlich ist.



Sonnenuntergang

Nach der kleinen musikalischen Einlage, wurden wieder die Segel gehisst und wir hatten ein wenig Zeit ein bisschen zu relaxen, da der Tag schon recht lange für uns war, und alle etwas erschöpft waren. Der letzte Stopp an diesem erfolgreichen Tag, war ein Picknick auf einer kleinen Insel, wo wir die abendliche Sonne genossen haben. Während wir alle in einem Gespräch vertieft waren, hat ein Mädel von unserer Gruppe einen Schwarzspitzenriffhai im Wasser gesichtet, also sind wir alle aufgeregt ans Ufer gestürmt und haben den Hai beobachtet.

Dann ist auch schon die Sonne zwischen rosaroten Schleierwolken ins Wasser eingetaucht.

Danach ging es wieder zurück ans Segelboot, wo wir unser Abendessen abermals unter Sternenhimmel gegessen haben. Der Tag war wirklich perfekt, da wir ihn komplett ausgenutzt haben und sogar Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang genießen durften.


Am darauffolgenden Tag durften wir ausschlafen und uns noch ein letztes Mal nach unserem Frühstück im Meer abkühlen, was wirklich herrlich war.

Danach haben wir uns schon langsam auf den Weg zurück zum Yachthafen gemacht. Auf unserem Rückweg ist uns Eddie begegnet, ein Seeadler, welcher von Segelbooten gefüttert wird. Der hat uns circa eine halbe Stunde begleitet und wurde fleißig von uns verwöhnt.


Die Zeit ist leider wie im Flug vergangen und auch dieser großartig Segeltrip hat dann leider schon ein Ende genommen. Um unsere tolle Zeit ordentlich ausklingen zu lassen, wurde am Abend ein Tisch in einer Bar für unsere gesamte Segelcrew reserviert. Der Abend war ein voller Erfolg und ein perfektes Ende für unseren Trip!



Eure Alice



Kommentare


You Might Also Like:

© Alice Fuchs 

bottom of page