Fraser Island
- 10. Nov. 2017
- 3 Min. Lesezeit
Fraser Island ist mit seinen 125 km die größte Sandinsel der Welt und genau deshalb hat man sie früher auch „The Great Sandy Island“ genannt. Sie gehört zu UNESCOs Kulturerbe und bietet atemberaubende Attraktionen wie lange perlweiße Strände, hohe Dünen, Regenwälder, kristallklare Seen und Dingos, um nur ein paar von dessen Highlights zu erwähnen.
Fast jeder hat uns empfohlen diese wunderschöne Insel zu erkunden, denn sie ist ein Muss für jeden, der die Ostküste Australiens bereist.

Also konnten Andi und ich uns das natürlich nicht entgehen lassen und haben von Hervey Bay aus unsere 2 tägige „Fraser Dingo Tour“ gestartet. Wir wurden in der Früh direkt von unserem Hostel mit 4WD Trucks abgeholt, denn ohne diese ist es unmöglich auf Fraser herumzufahren. Nach einem kurzen Stopp beim Supermarkt und einer kleinen Einführung ging es auch schon in Richtung Fähre, um auf die Insel zu gelangen. Mit einer echt tollen Backpacker-Gruppe von 21 Leuten haben wir die aufregende Entdeckungsreise teilen können, welche alle in drei Trucks aufgeteilt waren.

Unser erfahrener Tourguide Graham, mit welchem wir für fast alles gewappnet waren, hat uns auf der Sandinsel herumgeführt.
Als wir mit der Fähre angekommen sind ging es auch schon los: wir sind durch holprigen Sandstraßen über riesige Wurzeln und Bodenwellen gedüst und haben uns mithilfe von Funkgeräten mit den anderen Fahrzeugen verständigt. Wenn Graham lautstark und etwas belustigt „bumpy“ von sich gegeben hat, wussten wir dass es etwas unbequem für uns wird. Denn wir wurden durchgehend auf unseren Sitzen auf und ab geschleudert und nicht um sonst werden manche Straßenstücke, wenn man überhaupt Straßen dazu sagen kann, Rollercoaster benannt. Obwohl der Hintern hin und wieder ganz schön wehgetan hat, hat uns diese ereignisreiche Fahrt ziemlich Spaß gemacht.

Früher war die Insel mit dem Festland verbunden, weshalb die Tier und Pflanzenvielfalt extrem groß ist. Nicht nur Dingos sondern auch Schlangen, Frösche und viele andere giftige Lebewesen sind dort vorzufinden. Aber auch im Meer rund um die Sandinsel gibt es unzählige gefährliche Tiere wie Quallen, Krokodile oder Tigerhaie, weshalb man im Ozean nicht schwimmen gehen sollte. Dafür gibt es unglaublich schöne Süßwasserseen, in welchen man sich durchaus abkühlen kann. Der bekannteste und mit Abstand schönste Süßwassersee ist Lake McKenzie.
Lake McKenzie
Dieser kristallklare See besteht rein aus Regenwasser, weder Grundwasser noch andere Flüsse/Ströme fließen in den See und lediglich Blätter, Sand und andere organische Substanzen bilden dessen Grundfläche. Der Sand ist reinweiß und fungiert als Filter für das klare Wasser. Die Blau- und Grüntöne machen das Gewässer so einzigartig und es ist unglaublich toll darin zu schwimmen. Obwohl wir einen verlängerten Aufenthalt am Lake McKenzie eingeplant haben, hätten wir noch stundenlang dort verbringen können, weil der See wirklich paradiesisch ist.



Neben Lake McKenzie haben wir auch noch in einem anderen türkisblauen See, Lake Birrabeen, eine kleine Abkühlung genossen.


Schiffswrack der SS Maheno
Das Schiffswrack ist ebenfalls eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Fraser‘s, welchem wir natürlich auch einen Besuch abgestattet haben.
Maheno war ein ehemaliger Luxusliner und wurde auch im Krieg eingesetzt. Auf dem Weg nach Japan, wo es verschrottet werden sollte, ist das Schiff auf der Sandinsel gestrandet und seither dort liegen geblieben.


Anschließend haben wir uns die Pinnacles angesehen, farbige, durch Druck geformte Sandklippen.

Genächtigt haben wir in einem kleinen Dorf namens „Happy Valley”, wo wir in Mehrbettzimmern, welche alle nach Fraser‘s Sehenswürdigkeiten benannt waren, geschlafen haben. Aber auch gekocht und gespeist wurde dort in einer Freiluftküche und Essbereich, wo wir zum Beispiel Burger und Pasta aufgetischt bekommen haben.
Um den Abend schön ausklingen zu lassen hat uns Graham noch auf eine nächtliche Entdeckungstour eingeladen, wo er uns einige nachtaktive Tiere gezeigt und über diese berichtet hat. Also sind wir alle mit unseren Taschenlampen ausmarschiert und haben uns die Insel im Dunklen, mit der Hoffnung einen Dingo zu erspähen, angeschaut. Wir haben zwar leider keinen gesichtet, aber der kleine Ausflug war trotzdem ein voller Erfolg.
Am nächsten Tag hat der Wecker schon recht zeitig geklingelt, da es noch einiges zu erkunden gab.
Bei Eli Creek, einer Wasserstraße mit kristallklarem türkis-grünem Wasser, haben wir Halt gemacht und sind auf Reifen den Strom entlang getrieben.

Central Station
Unseren letzten Stopp haben wir bei Central Station eingelegt, wo wir zu Mittag selbstzubereitete Wraps verspeist haben und einen Spaziergang durch den wunderschönen Regenwald gemacht haben. Dabei hat uns Graham auch geschichtliche Fakten über die Insel erzählt unter anderm, dass diese früher sehr bedeutend für die Holzindustrie gewesen ist. Heute steht Fraser Island aber zum Glück unter Naturschutz und wird lediglich für Tourismus genutzt.



Innerhalb der zwei Tage haben wir so einige Stopps eingelegt, aber wir konnten das Naturparadies natürlich nicht vollständig erkunden, da es sich, wie schon erwähnt, über etliche Kilometer erstreckt.
Ich hoffe ihr habt nun einen kleinen aber feinen Einblick in unsere Fraser Island Reise bekommen. Hier noch ein paar Fotos (davon habe ich die meisten gemacht, da ich mittlerweile auch schon Gefallen am Fotografieren gefunden habe und Andi mich zum Glück dabei unterstützt) ;-)
Eure Alice :)




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